In der vergangenen Woche habe ich jeden Abend von 21 Uhr bis 22.30 Uhr im Darmstädter Nordbad trainiert, um mich auf die späten Wettkampfzeiten in Rio vorzubereiten. Dabei wurde ich bestens von meinem Trainer und auch von Vereinskollegen unterstützt, die immer wieder gemeinsam mit mir zu später Stunde ins Becken stiegen. Nach den Nacht-Serien musste ich jeden Abend bis ca. 1 Uhr aufbleiben, um dann endlich meine Portion Schlaf zu bekommen.

Warum das Ganze? In Brasilien wird es derzeit bereits gegen 18 Uhr dunkel, unsere Läufe finden jedoch meist in den Abendstunden bis 22 Uhr statt. Damit der Körper nicht aufgrund der einbrechenden Dunkelheit in den Schlafmodus übergeht, müssen sich alle Athleten ganz besonders vorbereiten, indem sie die Leistungserbringung in die Abendstunden trainieren.

Während dieser Beitrag online geht, sitze ich bereits im Flieger nach Brasilien, wo wir uns in den nächsten Wochen im Trainingslager an die örtlichen Bedingungen anpassen und akklimatisieren, um dann in der ersten Augustwoche nach Rio „umzuziehen“. Meine Königsstrecke über 200m Brust findet mit Vor- und Endläufen am 09. und 10. August statt.

Ich bin bestens vorbereitet und bin jetzt sehr gespannt, wie die Olympiade verlaufen wird. Drückt mir die Daumen! Und danke an alle, die mich nah und fern unterstützen – das ist auf jeden Fall Gold wert ;)!