Über mich

Der Schwimmsport begleitet mich seit meinem achten Lebensjahr. Im Odenwald begann mein Weg „ins Nass“. Heute bin ich auf Wettkämpfen rund um die Welt unterwegs. Der Schwimmsport bestimmt meinen Lebensalltag und wurde zur Profession aus Leidenschaft.

Marco Koch

Profischwimmer

Nationalität: Deutsch
Geburtsdatum: 25.01.1990
Geburtsort: Darmstadt

Größe: 185cm
Gewicht: 80kg

Disziplin: 100m / 200m Brust
Schwimmt seit: 1998
Verein: DSW 1912 Darmstadt (2001)
Trainer: Alexander Kreisel

Hobbies: PS3 spielen, Musik hören, Lesen

© Video // Rainer Lind // www.rainer-lind.com

Vom Land ins Wasser

Ich war 8 Jahre alt, als ich das erste Mal zum Schwimmtraining ging. Mein Bruder war schon länger im Schwimmverein und er hatte jedes Mal großen Spaß am Schwimmen. Das machte mich neugierig. Deshalb entschied ich mich, es einfach auch mal auszuprobieren.

Das Brustschwimmen war die erste Lage, die ich lernte. Ich hatte von Anfang an Spaß an der Bewegung im Wasser. Bis heute liebe ich die Ruhe im Wasser. Viele treiben Sport, um den Kopf frei zu bekommen. Ich konnte aber schon immer im Training sehr gut nachdenken. Durch die Bewegung im Wasser, bewegt sich bei mir ganz viel im Kopf. Ich sortiere, plane und komme dadurch in einen entspannten Zustand. Unter Wasser kann ich für mich sein. Manchmal schalte ich sogar so gut ab, dass ich nicht mehr auf Anweisungen vom Rand reagiere.

Ich verbringe am Tag mehrere Stunden in einem rechteckigen, gekachelten Becken. Ich sehe hier wenig und höre sehr wenig, ich rieche und schmecke meist nur Chlor. Die meisten meiner Sinne haben folglich einen begrenzten Erlebniswert unter Wasser. Was mich aber trägt und leitet, ist das Gefühl von Wasser. Sobald ich ins Wasser springe, weiß ich, ich bin wortwörtlich „in meinem Element“. Im Englischen spricht man von „water instinct“. Es ist nicht ganz leicht, diesen „water instinct“ zu beschreiben. Für mich ist es die Schwerelosigkeit, die ich durch die Schwimmbewegung empfinde, eine Art Schweben. Das Wasser macht mich leicht und trägt mich. Auch wenn ich hart trainiere, empfinde ich im Wasser oft Entspannung.

Ich habe schon oft darüber nachgedacht, warum ich bis zum heutigen Tag so viel Freude am Schwimmen habe. Die Antwort mag ein bisschen pathetisch klingen, aber ich empfinde den Moment, ins Wasser zu springen und loszuschwimmen tatsächlich fast immer als eine Art Befreiung. Bergsteiger besteigen Gipfel des Freiheitsgefühls wegen, Gleitschirmflieger steigen in die Lüfte, um sich frei zu fühlen, ich springe ins Wasser und ziehe dort befreiend meine Bahnen.

Hinzu kommt, dass ich mich im Schwimmen als Individualsport einfach wohl fühle. Das ist meine Herausforderung. Ich bin ganz für mich selbst und meinen Ruhm  verantwortlich. Ich kann es mir an keinem Tag erlauben, mich hinter anderen zu verstecken. Das reizt und fordert mich und ist mein Committment.